{"id":81,"date":"2006-02-07T21:27:42","date_gmt":"2006-02-07T20:27:42","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.philipkoenig.at\/?p=81"},"modified":"2012-12-23T21:36:09","modified_gmt":"2012-12-23T20:36:09","slug":"aufenthaltsraume-statt-schutzzonen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.philipkoenig.at\/?p=81","title":{"rendered":"Aufenthaltsr\u00e4ume statt Schutzzonen"},"content":{"rendered":"<p><em>Text zur Pressekonferenz am 7.2.2006 im Cafe Nelsons<\/em><\/p>\n<p>Abgesehen von rechtspolitischen Bedenken gegen\u00fcber der verordneten Schutzzone, zeigen die Erfahrungen des letzten Jahres, dass die Einrichtung der Schutzzone in Zusammenhang mit der derzeit laufenden Umgestaltung des Resselparks im Allgemeinen zu einer Versch\u00e4rfung &#8211; zu einer Verlagerung der Problematik gef\u00fchrt hat:<\/p>\n<ul>\n<li>Durch die Verlagerung der Szene in den baulich engen Bereich der Passage ist der ungehinderte Durchgang von PassantInnen erschwert. Es kommt zu als unangenehm empfundenen Begegnungen.<\/li>\n<li>Die Gesch\u00e4ftsleute in der Passage erleben die Schutzzone allgemein als Versch\u00e4rfung der Problemfelder. die suchtkranken Menschen sind zwar in der Regel h\u00f6flich und freundlich, jedoch ist ihre Anwesenheit in Gruppen direkt vor den Gesch\u00e4ften nat\u00fcrlich nicht gerade f\u00f6rderlich f\u00fcrs Gesch\u00e4ft. Dies hat auch mit der st\u00e4rkeren Verschmutzung der Passage zu tun.<\/li>\n<li>VertreterInnen des sicherheitstechnischen Dienstes der TU berichteten, dass es zu einer Ausweitung der Problematik (Benutzung der Toiletten, teilweise zum Drogenkonsum) auf bis dahin nicht betroffene Geb\u00e4ude kam. \u201eDas Hauspersonal notierte eine Versechsfachung der Funde von Verunreinigungen durch Drogenkonsumation.\u201c<\/li>\n<li>Auch bei der Vienna Business School bzw. K\u00fcnstlerhaus kommt es verst\u00e4rkt zu Verunreinigungen in den Telefonzellen vor der Schule.<\/li>\n<li>Seit Einf\u00fchrung der Schutzzone wurden die Mitglieder der Szene als unruhiger, angespannter und auch gereizter wahrgenommen.<\/li>\n<li>Verlagerung der Szene an andere Orte wie z.B. zum S\u00fcdtiroler Platz. F\u00fcr die SozialarbeiterInnen wird es schwieriger die suchtkranken Menschen zu erreichen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Karlsplatz ist ein Treffpunkt \u2013 ein Ort f\u00fcr soziale Kontakte &#8211; f\u00fcr suchtkranke Menschen \u2013 daran hat die Einf\u00fchrung der Schutzzone und die Umgestaltung nichts ge\u00e4ndert. Was sich ge\u00e4ndert hat, ist dass suchtkranke Menschen weg gewiesen werden \u2013 die Frage ist nur: wohin? Diese Frage nach dem wohin m\u00fcssen wir also zuerst einmal beantworten k\u00f6nnen, daf\u00fcr muss der entsprechende Raum zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<p>Ich darf daran erinnern, dass es vor dem Umbau links vor dem Eingang in die Passage einen so genannten Toleranzbereich f\u00fcr suchtkranke Menschen gab. Dieser wurde an und f\u00fcr von allen Beteiligten positiv bewertet. Es gab eine gute Kooperation der Szene mit der Polizei, die SozialarbeiterInnen hatten die Szene im \u00dcberblick und: in diesem abseits vom weg zur U-Bahn gelegenen Bereich st\u00f6rte die Szene eigentlich niemanden.<\/p>\n<p>Auf der einen Seite ist es unserer Meinung nach notwenig, wieder einen solchen Bereich am Areal des Resselparks zu schaffen, auf der anderen Seite sollte auch ein Aufenthaltsraum f\u00fcr suchtkranke Menschen eingerichtet werden, wo sozialarbeiterische und medizinische Hilfestellung angeboten wird. Wie immer wieder von ExpertInnen betont wird, sind derartige R\u00e4ume wichtig, um suchtkranke Menschen \u00fcberhaupt einmal erreichen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Karlsplatz bzw. der Resselpark ist nun einmal ein Ort, an dem gesellschaftliche Probleme offensichtlich werden. Eine verantwortungsvolle Politik muss solchen Problemen \u2013 eines davon ist die Suchtproblematik &#8211; ernsthaft begegnen.<\/p>\n<p>Vgl. auch: Bericht des Team Focus: Karlsplatz. Wien 2005<\/p>\n<p>Link: <a href=\"http:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20060206_OTS0127\/termin-aviso-pk-morgen-72-aufenthaltsraeume-statt-schutzzonen\" target=\"_blank\">Presseaussendung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text zur Pressekonferenz am 7.2.2006 im Cafe Nelsons Abgesehen von rechtspolitischen Bedenken gegen\u00fcber der verordneten Schutzzone, zeigen die Erfahrungen des letzten Jahres, dass die Einrichtung der Schutzzone in Zusammenhang mit der derzeit laufenden Umgestaltung des Resselparks im Allgemeinen zu einer Versch\u00e4rfung &#8211; zu einer Verlagerung der Problematik gef\u00fchrt hat: Durch &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[20],"tags":[25,24,28,27,26],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.philipkoenig.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.philipkoenig.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.philipkoenig.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.philipkoenig.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.philipkoenig.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=81"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.philipkoenig.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82,"href":"http:\/\/www.philipkoenig.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81\/revisions\/82"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.philipkoenig.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=81"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.philipkoenig.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=81"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.philipkoenig.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=81"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}